Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben

 Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Neben den Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung hatten auch zahlreiche Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung im Schulungsraum Platz genommen. Als Gäste konnte Ortswehrleiter René Giese unter anderem Bürgermeisterin Petra Hort, die Landtagsabgeordneten Gudrun Tiedge und Silke Schindler, Ortsbürgermeister Sandro Meyer, Stadtwehrleiter Burkhard Wegner, Abschnittsleiter Ralf Lange, den stellvertretenden Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Börde e.V. Harald Hinz, den Ortsbeauftragten des THW-Ortsverbandes Oschersleben Steffen Bornemann sowie den Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt Lothar Lindecke begrüßen. Im Anschluss an die Begrüßung übergab der Wehrleiter die Versammlungsleitung an seinen Stellvertreter Kamerad Patrick Streich. Dieser führte fortan souverän durch den Abend.
In seinem Rechenschaftsbericht ließ Kamerad Giese das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. 41  Mitglieder, darunter 9 Frauen, leisten derzeit Dienst in der Einsatzabteilung der Wehr. Der Frauenanteil in der Einsatzabteilung beträgt damit rund 22%. Das Durchschnittsalter der Einsatzkräfte beträgt ca. 31 Jahre. Ältestes aktive Mitglied ist der 1952 geborene Kamerad Heinz Meyer der zurzeit die Funktion des Sicherheitsbeauftragten der Ortswehr inne hat.
In der Alters- und Ehrenabteilung der Wehr sind 20 Kameraden organisiert und in der Jugendfeuerwehr, unter der Leitung von Janine Werner und Christin Bedau, sind 17 Mädchen und Jungen. 23 Ausbildungsdienste wurden im vergangenen Jahr durchgeführt. Darunter waren wie in jedem Jahr die Fortbildungen in Erster Hilfe, die Auffrischung der Kenntnisse im Bereich der Unfallverhütung sowie eine Verkehrsteilnehmerschulung.

 

Erstmals durchgeführt wurde ein Ausbildungstag, an dem ganztägig Ausbildung in Theorie und Praxis angeboten wurde. Unter anderem stellte sich die Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbandes Wanzleben vor. Des Weiteren wurden die Kameradinnen und Kameraden im Umgang mit Photovoltaikanlagen geschult.  Aber auch Grundlagenwissen, wie Gerätekunde oder Brennen und Löschen, standen auf dem Lehrplan. Highlight des Tages war jedoch eine Einsatzübung. Technische Hilfeleistung bei Lkw-Unfällen lautete hier das Thema. Federführend war hier der Kamerad Maik Riethausen. Der Verein zur Förderung der Feuerwehr in Wanzleben e.V. unterstützte die Veranstaltung tatkräftig und übernahm auch die Versorgung der Teilnehmer.
Weitere Höhepunkte im letzten Jahr waren Ausbildungseinheiten zur Brandbekämpfung in mehrgeschossigen Wohngebäuden, zum Umgang mit Schaum und zum Verhalten bei Gasaustritt. Regelmäßig trainiert wird auch der Umgang mit den neuen digitalen Sprechfunkgeräten der Wehr. Mit David Leseberg steht der Wehr ein eigener Ausbilder zur Verfügung.
Die Führungskräfte der Wehr absolvieren alle 2 Monate eine Weiterbildung innerhalb der Wehr.
Aber auch außerhalb der Standortausbildung waren die Wanzlebener im letzten Jahr sehr aktiv. An insgesamt 38 Lehrgängen auf Stadt,- Kreis- und Landesebene nahmen Kameradinnen und Kameraden der Wehr teil.
2 Mitglieder der Wehr absolvierten in 2013 den gemeinsamen Grundlehrgang der Stadt Wanzleben-Börde und der Einheitsgemeinde Sülzetal. Auf Kreisebene wurden 24 Lehrgänge besucht. Neben dem Lehrgang Digitalfunk Stufe I wurden auch 4 Sprechfunker ausgebildet und 4 Kameraden nahmen am Lehrgang Technische Hilfe und Brandbekämpfung nach Bahnunfällen teil. Am IBK in Heyrothsberge konnten 10 Lehrgänge besucht werden. Unter anderem  verstärken jetzt 1 Verbandsführer und 1 Zugführer den Führungskräftepool der Wehr. Dieser besteht jetzt aus 7 Verbandsführern, 3 Zugführern und 4 Gruppenführern.  Ebenfalls ausgebildet werden konnten ein Drehleitermaschinist und ein Kreisausbilder für Sprechfunk. Im Bereich der Jugendarbeit konnten die Lehrgänge Rechtsgrundlagen für die Jugendfeuerwehr und Brandschutzerziehung erfolgreich abgeschlossen werden. Bei der FUK Mitte wurde ein Sicherheitsbeauftragter ausgebildet.

Zu insgesamt 62 Einsätzen wurde die Wehr im vergangenen Jahr alarmiert. Dies stellt einen neuen Rekord dar. Mit 38 Alarmierungen bildeten die Hilfeleistungen erneut den Schwerpunkt im Einsatzgeschehen der Wehr. Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person hieß es bei 5 Einsätzen. Glücklicherweise musste das hydraulische Rettungsgerät jedoch nur einmal zum Einsatz gebracht werden.
Besondere Einsätze waren ein Verkehrsunfall in Klein Wanzleben mit 5 Verletzten sowie ein Verkehrsunfall bei Stadt Frankfurt mit 2 verletzten Personen. In Eichenbarleben unterstützte die Besatzung des Rüstwagens nach einem Unfall bei dem rund 5.000 Liter Gülle ausgelaufen waren. Die Besatzung der Drehleiter barg den abgefallenen Zeiger der Rathausuhr vom Dach des Rathauses. Im Verlauf des Jahres kam die Drehleiter ein weiteres Mal am Rathaus zum Einsatz als ein Jungfalke wieder zurück ins Nest gesetzt wurde.
Nach einem Unwetter wurde die Wehr auf die BAB 14 gerufen. In der Abfahrt Magdeburg-Stadtfeld waren zwei Fahrzeuge im Schlamm stecken geblieben.
Durchgängig im Einsatz war die Wehr auch beim Hochwasser im Juni 2013. 5 der 8 Einsatzfahrzeuge der Wehr waren zeitweise im Einsatz. Der Funktruppkraftwagen war sogar durchgehend im Einsatz. Hier bewährte sich die jahrelange Ausbildung der Führungsgruppe.
Den zweiten Schwerpunkt in der Einsatzstatistik bildeten die Brandeinsätze.  9 Einsätze verzeichnet die Statistik hier. Neben einem Schornsteinbrand in Bergen im Januar des vergangenen Jahres bleiben den Einsatzkräften sicherlich auch der Großbrand eines Wohnhauses in Groß Rodensleben und der Wohnungsbrand am Raßbachplatz in Wanzleben in Erinnerung.
Des Weiteren wurden 6 Brandsicherheitswachen gestellt und in 7 Fällen war eine Brandmeldeanlage für das Ausrücken der Wehr verantwortlich.
34 Einsätze wurden innerhalb des Stadtgebietes geleistet, 15 innerhalb der Stadt Wanzleben-Börde und  in 13 Fällen rückten Kräfte der Wehr zu Einsätzen im Landkreis aus.
Diese Einsätze führten die Wanzlebener unter anderem nach Farsleben, Glindenberg, Wolmirstedt, Hermsdorf und Eichenbarleben. Gut 45% aller Einsätze wurden somit im nachbarlichen oder überörtlichen Einsatz abgeleistet.
Längste Einsätze waren neben den Hochwassereinsätzen der Wohnhausbrand in Groß Rodensleben sowie ein Gefahrguteinsatz in Wolmirstedt.
Einsatzreichster Monat war der Juni 2013.17 Einsätze wurden hier geleistet. Mit einem Einsatz war es im Monat September dagegen sehr ruhig.Als sehr gut bewertete der Wehrleiter die Einsatzbereitschaft der Wehr. Tagsüber standen durchschnittlich 14 Kameradinnen und Kameraden bei Einsätzen zur Verfügung. Bei 38 Einsätzen rückte das Tanklöschfahrzeug der Wehr aus. Es war damit das am häufigsten beanspruchte Einsatzfahrzeug.

Aber auch abseits des Einsatzdienstes ist die Wehr in Wanzleben präsent. So wurden die Osterfeuer in Schleibnitz und Wanzleben ebenso abgesichert wie die das Laternenfest der Sarrezwerge oder der gemeinsame Martinsumzug der evangelischen und katholischen Kindertagesstätte. Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Feuerwehr in Wanzleben e.V. wurde das Kartoffelfest an der Grundschule „An der Burg“ durchgeführt. Auch das Schmücken des Weihnachtsbaumes auf dem Marktplatz und die Absicherung des Weihnachtsmarktes lagen in den Händen der Kameradinnen und Kameraden.
Höhepunkt im Leben der Feuerwehr waren jedoch unbestritten der Festtag anlässlich des 130jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben am 07. September.

Im Anschluss an den Bericht  des Ortswehrleiters trug der Leiter der Alters- und Ehrenabteilung  seinen Rechenschaftsbericht vor. Die 20 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung stehen in Punkto Aktivität den „Jungen“ in nichts nach. Regelmäßig treffen sie sich in geselliger Runde im Gerätehaus in der Lindenpromenade. Aber auch Weiterbildungen wie beispielsweise eine Verkehrsteilnehmerschulung stehen auf dem Plan.

Ein positives Resümee des vergangenen Jahres konnte auch Jugendfeuerwehrwartin Janine Werner ziehen. Die 17 Mitglieder der Jugendabteilung, darunter 10 Mädchen, treffen sich regelmäßig alle zwei Wochen zu ihren Veranstaltungen. Neben der Vermittlung von feuerwehrtechnischem Wissen und dem Training für Wettkämpfe kommen aber auch Spiel und Spaß nicht zu kurz.
Im Anschluss an die Grußworte der Gäste nutze die Wehrleitung die Jahreshauptversammlung um verdiente Kameradinnen und Kameraden zu ehren und Beförderungen auszusprechen. Bei angeregten Gesprächen und einem kleinem Imbiss klang der Abend in gemütlicher Runde aus.  

Beförderungen:

Feuerwehranwärter/-anwärterin:
- Andreas Haufe
- Laura Haufe
- Nicole Vogel
- Dana Steinmeyer

Feuerwehrmann/-frau:
- Susanne Konczalla
- Kenny Schröter

Hauptfeuerwehrmann/-frau:
- Christin Bedau
- Michael Baumert

Löschmeister
- Christoph Nevermann
- Danny Klinder

Oberlöschmeisterin
- Janine Werner

Hauptlöschmeister
- David Bednarz

Oberbrandmeister
- René Giese
- David Leseberg

Berufungen
- David Bednarz zum Zugführer
- David Leseberg zum Verbandsführer

Dienstjubiläen:

10 Jahre: Christoph Nevermann, Julian Könnecke
20 Jahre: Sandro Meyer, Sven Nevermann
40 Jahre: Bernd Hahn, Heinz Meyer, Jürgen Meyer
60 Jahre: Walter Hörnecke

(Text: Sven Nevermann)

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